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gegenwartskunst aus zimbabwe
BERNARD
MATEMERA

Bernard Matemera (1946 - 2002) war Gründungsmitglied des Künstlerdorfes Tengenenge und ein enger Freund Tom Blomefields, der ihn als Künstler sehr schätze und ihn besonders förderte. Bernard Matemera galt als „Vater“ der Gemeinschaft und unterstützte aus den Verkaufserlösen seiner Skulpturen den künstlerischen Nachwuchs. Unterbrochen von mehreren Reisen zu Ausstellungen im Ausland wie Jugoslawien, England und in die Niederlande verbrachte er sein gesamtes Arbeitsleben in Tengenenge und war für viele Jahre künstlerischer Leiter der Künstler-Gemeinschaft.
Matemeras Durchbruch kam vergleichsweise spät. Seine unnachahmlichen grotesken Skulpturen galten als schwer verkäuflich und selbst Frank McEwen, der Direktor der Nationalgalerie von Salisbury/Harare mit seinem hervorragenden künstlerischen Instinkt, hatte Vorbehalte gegenüber Matemeras Skulpturen.
Jedoch feierte Bernard Matemera auf Ausstellungen in den großen Kunstmuseen der Welt, die McEwen in den 70igern Jahren organisierte, große Erfolge und wurde mit nationalen und internationalen Ehrungen überhäuft. Ausstellungen von ihm gab es unter vielen anderen in New York (Museum of Modern Art), Philadelphia oder Los Angeles über Paris, London, Frankfurt, Sevilla (Expo 1992) und Amsterdam bis hin nach Neu-Delhi, Sydney und Auckland. Ferner ist er in vielen Sammlungen zu finden wie derjenigen des British Museums oder des Smithonian in Washington (National Museum of African Art).
1986 gewann er den ersten Preis in der prestigeträchtigen „New Delhi Triennale“. Seitdem fanden seine Arbeiten Eingang in die ständigen Sammlungen von Galerien und Museen weltweit. Heute steht beispielsweise eines seiner Hauptwerke „Man changing into a Rhino“ am Eingang der Nationalgalerie von Harare.
Bernard Matemera war einer der wichtigsten Vertreter der ersten Generation moderner Bildhauer Zimbabwes. Seine kompromisslosen und machtvollen Skulpturen, sehr afrikanisch und manchmal grotesk in der Metaphorik, scheinen manchen schwer zugänglich, sind aber geradezu irritierend emotional und erfüllt von einem tiefen Sinn für Pathos. Seine Hauptthemen waren: Tiere, Geister, Menschen, Kreaturen und die immer gegenwärtige Metamorphose zwischen ihnen.
Bernard Matemera in der Sammlung Buchner:

Medien über Bernard Matemera:
Bernard Matemera im deutschsprachigen Wikipedia (mit weiterführenden Links)
Bernard Matemera im englischsprachigen Wikipedia (ausführlicher)
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